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Sicht vom Triumphbogen Arco da Rua Augusta / Foto: Ingo Paszkowsky

Portugal: Aufstrebender Partner im Süden

Anlässlich der Hannover Messe 2022 veröffentlichte Germany Trade & Invest (GTAI) ein Fact Sheet zu Portugal. Das Land hat in den vergangenen Jahren wirtschaftlich stark aufgeholt und sich auch in Krisenzeiten als robust erwiesen. Viele Unternehmen setzen auf Spezialisierung und sind in Nischen gewachsen. Dienstleister und Auftragsfertiger weiten ihr Angebot aus und internationalisieren ihr Geschäft. Forschung und Entwicklung spielen eine wachsende Rolle.

Die Wettbewerbsfähigkeit profitiert davon, dass die Produktivität im EU-Vergleich überdurchschnittlich zunimmt. Wirtschaftlich betrachtet steht das Land derzeit gut da: „Die wesentlichen Indikatoren der portugiesischen Wirtschaft werden bis Ende 2022 das Vorkrisenniveau erreichen. Zudem treffen die ökonomischen Folgen des Ukrainekriegs Portugal schwächer als andere Länder. Bis 2026 sorgt außerdem der EU-Aufbauplan für zusätzliche Dynamik. Er umfasst insgesamt 16,6 Milliarden Euro für Investitionen in Portugal“, sagt Oliver Idem von Germany Trade & Invest (GTAI) in Madrid.

Portugal ist wirtschaftlich mit den EU-Staaten eng verbunden. Im aktuellen Trend zur Diversifizierung von Lieferketten liegt eine Chance für das Land. Sicherheit und Stabilität im Inneren und die Offenheit für Kooperationen nach außen bilden die Grundlage. Exporteure wollen mit der räumlichen Nähe zu wichtigen Absatzmärkten, Flexibilität und Verlässlichkeit punkten.

Für den portugiesischen Außenhandel hat Deutschland als zweitwichtigstes Lieferland und Absatzmarkt Nummer 3 eine hohe Bedeutung. In den vergangenen 20 Jahren wuchsen die deutschen Lieferungen mit der portugiesischen Wirtschaft und ihrem Importbedarf mit. Beispielhaft für den positiven Trend steht der Maschinenbau. Innovative portugiesische Unternehmen schätzen deutsche Ausrüstung, mit der sie wiederum ihre Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

„Für deutsche Anbieter zählt Portugal zumeist nicht zu den größten Absatzmärkten innerhalb der EU, jedoch zu denen mit besonderem Wachstumspotenzial. „Made in Germany“ ist willkommen, insbesondere in Kombination mit Finanzierungslösungen.“, sagt Jürgen Friedrich, Geschäftsführer von Germany Trade & Invest (GTAI).

Zu einem positiven Bild tragen auch deutsche Investoren wie Volkswagen mit seinem Werk in Palmela bei. Die Unternehmen haben den Ruf, langfristig zu denken und verlässliche Partner zu sein. Raum für zukünftige Zusammenarbeit bieten Portugals Ressourcen für die Erzeugung von „grünem“ Wasserstoff. Schon heute wird auf dem Festland der meiste Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen. Das bietet für Deutschland mit seinem Importbedarf bei Wasserstoff sowie als Lieferant von Technik eine interessante Perspektive.

Weitere Informationen zu Portugal im neuen Fact Sheet zu Portugal

Foto / Sicht vom Triumphbogen Arco da Rua Augusta auf den Praça do Comércio / Foto: Ingo Paszkowsky

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